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1LIVE Infos
Die 1LIVE Infos bringen euch on air jede Stunde den Überblick über das Wichtigste in der Welt. Jeweils eins der Themen erklären wir euch ausführlicher - in den 1LIVE Einzelheiten. Und die gibt's hier zum Nachlesen.
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Alle Einzelheiten vom 08.09.2010
12:00 Uhr Entsetzen wegen geplanter Koran-Verbrennung
Eine geplante Koran-Verbrennung sorgt auf der ganzen Welt weiter
für Entsetzen. Der Pfarrer einer kleinen Gemeinde in Florida
will am Samstag öffentlich einen Koran verbrennen. Angeblich
auch, um der Opfer des 11. Septembers zu gedenken. Die
Einzelheiten:
Es ist nur eine kleine Gruppe, aber sie könnte den USA
immensen Schaden zufügen. 50 Mitglieder hat die evangelikale
Gemeinde in einem Ort in Florida, Terry Jones ist ihr Pastor. Am
Samstag will er einen Koran verbrennen. Trotz Protesten, die sich
mittlerweile häufen. US-Außenministerin Clinton hat den
Plan scharf kritisiert, auch der Kommandeur der US-Truppen in
Afghanistan, Petraeus, warnt den Pastor eindringlich. Die
Koranverbrennung könne eine Welle der Gewalt auslösen und
Soldaten in Lebensgefahr bringen. Auch führende Vertreter
verschiedener Glaubensrichtungen in den USA verurteilen den Plan
des Hardliner-Pastors. Der ist aber bisher nicht zu stoppen. Jones,
der auch mal in Köln gepredigt hat, beruft sich ausgerechnet
auf die im Gesetz verankerte Religionsfreiheit.
11:00 Uhr Glückspiel für alle
Die Regelung von Glückspielen in Deutschland muss
geändert werden. Der Europäische Gerichtshof hat das
staatliche Monopol mit sofortiger Wirkung gekippt. Die
Einzelheiten:
Das Urteil aus Luxemburg ist eine Schlappe für den deutschen
Staat. So wie das Glückspiel zur Zeit geregelt ist, kann es
nicht bleiben. Grund ist folgender: Der Staat beansprucht auf
Glückspiele wie Lotto oder Sportwetten das Monopol und
begründet das mit einem Schutz der Bevölkerung vor
Spielsucht. Tatsächlich werben aber die staatlischen
Lotto-Gesellschaften nach Ansicht der Richter massiv für das
Glückspiel. Außerdem sind zahlreiche Geldspielautomaten
in Deutschland erlaubt. Damit wird laut Gericht der eigene Anspruch
untergraben. Möglich wäre das staatliche Monopol schon,
dann müsste es aber auch konsequent umgesetzt werden.
Auch in einem weiteren Punkt sind die Richter eindeutig: Mit
sofortiger Wirkung wird das Monopol ausgesetzt - sprich es
könnten theoretisch noch heute private Wettbüros wieder
eröffnen.
10:00 Uhr NRW-Regierung drückt bei Schulreform aufs Tempo
Im NRW-Landtag geht es heute um die geplante Schulreform. Der
Schulausschuss beschäftigt sich unter anderem mit dem
Vorhaben, die Kopfnoten wieder abzuschaffen. Die Einzelheiten:
Die rotgrüne Minderheitsregierung will in der Bildungspolitik
die Wende um 180 Grad. Heute geht es im Schulausschuss schon mal um
die Kopfnoten, die Rot-Grün möglichst schon im Herbst
wieder abschaffen will. Außerdem sollen die
Schulbezirks-Grenzen wieder eingeführt werden. Und über
die weiterführende Schule sollen wieder die Eltern entscheiden
können, nicht mehr die Lehrer.
Allerdings haben SPD und Grüne keine eigene Mehrheit im
NRW-Landtag. Deswegen sind sie auf mindestens eine Stimme aus
anderen Parteien angewiesen. Wie aus Regierungskreisen zu
hören ist, soll die Stimme aber möglichst nicht von den
Linken kommen. Die Minderheitsregierung von Hannelore Kraft hofft
als auf einen Abweichler von FDP oder CDU. Schwarzgelb hatte
allerdings die Änderungen erst 2007 beschlossen.
8:00 Uhr Proteste gegen geplante Koranverbrennung
Einzelheiten
Die US-Regierung ist über eine geplante Koranverbrennung in
einer Kirchengemeinde in Florida empört. Außenministerin
Clinton sprach von einem schändlichen Akt. Die Einzelheiten:
Der Entsetzen in den USA ist groß. Nicht nur die Regierung
spricht von einer Provokation. Auch die US-Armee warnte
eindringlich vor neuer Gewalt. Ein Hardliner-Pfarrer einer
Kleinstadt in Florida will am Wochenende öffentlich den Koran
verbrennen. Er macht das heilige Buch der Muslime für die
Anschläge vom 11.Spetember verantworlich.
Auch Vertreter von christlichen und jüdischen Gemeinden sind
entsetzt und sprechen von einem ungeheulerlichen Vorhaben. Eine
rechtliche Handhabe gegen den Pfarrer gibt es aber wohl kaum.
Durch die Koranverbrennung könnte es zu massiven Spannungen
und Anschlägen auf US-Einrichtungen im Ausland kommen. Schon
nach den dänischen Mohamend-Karikaturen gab es eine Welle der
Gewalt.
7:30 Uhr Stipendienprogamm nochmal im Kabinett
Einzelheiten
Die Bundesregierung entscheidet heute nochmal über das
Stipendienprogramm. Vorgesehen sind 300 Euro für
leistungsstarke Studenten. Die Einzelheiten:
Bundeskanzlerin Merkel und die Minister müssen über
Nachbesserungen entscheiden. Grund ist, dass auch die
schwarz-gelben Bundesländer mit der ursprünglichen
Regelung nicht einverstanden waren. Nun ist vorgesehen, dass
alleine der Bund und nicht auch die Länder die 150 Euro im
Monat für leistungsstarke Studenten bezahlt. Die anderen 150
Euro sollen die Unis von Sponsoren organisieren.
Allerdings ist das Programm insgesamt umstritten - und zwar weil
die Unterstützung unabhängig vom Einkommen der Eltern
gezahlt werden soll. Die SPD kritisiert, dass mit dem Programm kein
einziger junger Mensch zu einem Studium motiviert werde.
Erst gestern hatte die OECD wieder bescheinigt, dass in Deutschland
zu wenige Leute ein Studium anfangen.
7:00 Uhr Regierung verteidigt Atom-Entscheidung
Einzelheiten
Die Bundesregierung hat die Entscheidung über längere
Atom-Laufzeiten verteidigt. Nach Bundeskanzlerin Merkel hat auch
Umweltminister Röttgen vor allem die Kritik der Städte
und Gemeinden zurückgewiesen. Die Einzelheiten:
Dass es Kritik von der Opposition und Umweltschützern an
längeren AKW-Laufzeiten hageln würde, war klar. Doch
inzwischen werden auch zahlreiche andere Stimmen laut. Die Kommunen
sehen sich durch die Entscheidung der Regierung massiv
benachteiligt. Sie haben in Erneuerbare Energien investiert und
moderne Anlagen gebaut. Sie fürchten nun, dass sie ihren
Öko-Strom nicht mehr verkaufen können.
Umweltminister Röttgen wies das zurück und sieht die
Stadtwerke gut aufgestellt. Kanzerlin Merkel hatte gestern
Gespräche mit den Kommunen versprochen.
Auch einige Bundesläder fürchten Nachteile. Durch die
Brennelemente-Steuer gingen ihre Einnahmen aus der
Körperschafts- oder Gewerbesteuer der Energiekonzerne
zurück.
6:30 Uhr Ölkonzern BP legt Abschlussbericht zur Ölpest
vor
Einzelheiten
Vier Monate nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko gibt es
heute eine erste Bilanz. Der Öl-Konzern BP stellt in London
seinen Abschlussbericht vor. Die Einzelheiten:
Der Bericht dürfte vor allem für die US-Regierung
interessant sein. Beobachter erwarten, dass man darin ablesen kann,
mit welcher Strategie sich der Ölkonzerns verteidigen will. BP
wird unter anderem vorgeworfen, massiv an der Sicherheit gespart zu
haben. Zwischenzeitlich war bekannt geworden, dass Warn-Systeme auf
der Bohrinsel abgeschaltet gewesen sein sollen. Der BP-Chef hatte
im Juni noch vor dem US-Kongress erklärt, dass nicht bei der
Sicherheit gespart worden sei. Auf BP kommen durch die Öl-Pest
Milliarden-Forderungen zu. Einen Entschädigungsfonds von 20
Milliarden hat der Konzern schon zugesagt.
Neben dem Abschlussbericht von BP wird es noch einen
unabhängigen Bericht der US-Regierung geben.
6:00 Uhr BASF wegen Gen-Kartoffeln in der Kritik
Einzelheiten
Die EU-Kommission hat nach einer Panne bei Gen-Kartoffeln heute den
Chemiekonzern BASF einbestellt. Es geht um einen Vorfall in
Schweden. Die Einzelheiten:
Die EU-Kommission zeigt sich besorgt über die Pannen in
Schweden. Dort waren in einem Feld mit der schon genehmigten
Gen-Kartoffel Amflora auch andere gentechnisch veränderte
Kartoffeln endeckt worden. Diese Sorte ist noch nicht zugelassen
und soll anderes als Amflora auch für den Verzehr geeignet
sein.
Heute muss sich BASF in Brüssel zu den Vorfällen
erklären. Außerdem hat die Panne in Schweden auch
Konsequenzen in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern wird die
genehmigte Amflora angebaut und darf seit gestern nicht mehr
verkauft werden. Der Umweltminister will erst prüfen lassen,
ob es auch hier eine Vermischung gegeben hat. Greenpeace hatte den
Vorfall in Schweden bekannt gemacht und sieht sich in den Bedenken
gegen Gentechnik bestätigt.