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1LIVE Infos

Die 1LIVE Infos bringen euch on air jede Stunde den Überblick über das Wichtigste in der Welt. Jeweils eins der Themen erklären wir euch ausführlicher - in den 1LIVE Einzelheiten. Und die gibt's hier zum Nachlesen.

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12:00 Uhr Entsetzen wegen geplanter Koran-Verbrennung

Eine geplante Koran-Verbrennung sorgt auf der ganzen Welt weiter für Entsetzen. Der Pfarrer einer kleinen Gemeinde in Florida will am Samstag öffentlich einen Koran verbrennen. Angeblich auch, um der Opfer des 11. Septembers zu gedenken. Die Einzelheiten:

Es ist nur eine kleine Gruppe, aber sie könnte den USA immensen Schaden zufügen. 50 Mitglieder hat die evangelikale Gemeinde in einem Ort in Florida, Terry Jones ist ihr Pastor. Am Samstag will er einen Koran verbrennen. Trotz Protesten, die sich mittlerweile häufen. US-Außenministerin Clinton hat den Plan scharf kritisiert, auch der Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, Petraeus, warnt den Pastor eindringlich. Die Koranverbrennung könne eine Welle der Gewalt auslösen und Soldaten in Lebensgefahr bringen. Auch führende Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen in den USA verurteilen den Plan des Hardliner-Pastors. Der ist aber bisher nicht zu stoppen. Jones, der auch mal in Köln gepredigt hat, beruft sich ausgerechnet auf die im Gesetz verankerte Religionsfreiheit.


11:00 Uhr Glückspiel für alle

Die Regelung von Glückspielen in Deutschland muss geändert werden. Der Europäische Gerichtshof hat das staatliche Monopol mit sofortiger Wirkung gekippt. Die Einzelheiten:

Das Urteil aus Luxemburg ist eine Schlappe für den deutschen Staat. So wie das Glückspiel zur Zeit geregelt ist, kann es nicht bleiben. Grund ist folgender: Der Staat beansprucht auf Glückspiele wie Lotto oder Sportwetten das Monopol und begründet das mit einem Schutz der Bevölkerung vor Spielsucht. Tatsächlich werben aber die staatlischen Lotto-Gesellschaften nach Ansicht der Richter massiv für das Glückspiel. Außerdem sind zahlreiche Geldspielautomaten in Deutschland erlaubt. Damit wird laut Gericht der eigene Anspruch untergraben. Möglich wäre das staatliche Monopol schon, dann müsste es aber auch konsequent umgesetzt werden.
Auch in einem weiteren Punkt sind die Richter eindeutig: Mit sofortiger Wirkung wird das Monopol ausgesetzt - sprich es könnten theoretisch noch heute private Wettbüros wieder eröffnen.


10:00 Uhr NRW-Regierung drückt bei Schulreform aufs Tempo

Im NRW-Landtag geht es heute um die geplante Schulreform. Der Schulausschuss beschäftigt sich unter anderem mit dem Vorhaben, die Kopfnoten wieder abzuschaffen. Die Einzelheiten:

Die rotgrüne Minderheitsregierung will in der Bildungspolitik die Wende um 180 Grad. Heute geht es im Schulausschuss schon mal um die Kopfnoten, die Rot-Grün möglichst schon im Herbst wieder abschaffen will. Außerdem sollen die Schulbezirks-Grenzen wieder eingeführt werden. Und über die weiterführende Schule sollen wieder die Eltern entscheiden können, nicht mehr die Lehrer.
Allerdings haben SPD und Grüne keine eigene Mehrheit im NRW-Landtag. Deswegen sind sie auf mindestens eine Stimme aus anderen Parteien angewiesen. Wie aus Regierungskreisen zu hören ist, soll die Stimme aber möglichst nicht von den Linken kommen. Die Minderheitsregierung von Hannelore Kraft hofft als auf einen Abweichler von FDP oder CDU. Schwarzgelb hatte allerdings die Änderungen erst 2007 beschlossen.


8:00 Uhr Proteste gegen geplante Koranverbrennung

Einzelheiten

Die US-Regierung ist über eine geplante Koranverbrennung in einer Kirchengemeinde in Florida empört. Außenministerin Clinton sprach von einem schändlichen Akt. Die Einzelheiten:

Der Entsetzen in den USA ist groß. Nicht nur die Regierung spricht von einer Provokation. Auch die US-Armee warnte eindringlich vor neuer Gewalt. Ein Hardliner-Pfarrer einer Kleinstadt in Florida will am Wochenende öffentlich den Koran verbrennen. Er macht das heilige Buch der Muslime für die Anschläge vom 11.Spetember verantworlich.
Auch Vertreter von christlichen und jüdischen Gemeinden sind entsetzt und sprechen von einem ungeheulerlichen Vorhaben. Eine rechtliche Handhabe gegen den Pfarrer gibt es aber wohl kaum.
Durch die Koranverbrennung könnte es zu massiven Spannungen und Anschlägen auf US-Einrichtungen im Ausland kommen. Schon nach den dänischen Mohamend-Karikaturen gab es eine Welle der Gewalt.


7:30 Uhr Stipendienprogamm nochmal im Kabinett

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Die Bundesregierung entscheidet heute nochmal über das Stipendienprogramm. Vorgesehen sind 300 Euro für leistungsstarke Studenten. Die Einzelheiten:

Bundeskanzlerin Merkel und die Minister müssen über Nachbesserungen entscheiden. Grund ist, dass auch die schwarz-gelben Bundesländer mit der ursprünglichen Regelung nicht einverstanden waren. Nun ist vorgesehen, dass alleine der Bund und nicht auch die Länder die 150 Euro im Monat für leistungsstarke Studenten bezahlt. Die anderen 150 Euro sollen die Unis von Sponsoren organisieren.
Allerdings ist das Programm insgesamt umstritten - und zwar weil die Unterstützung unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt werden soll. Die SPD kritisiert, dass mit dem Programm kein einziger junger Mensch zu einem Studium motiviert werde.
Erst gestern hatte die OECD wieder bescheinigt, dass in Deutschland zu wenige Leute ein Studium anfangen.


7:00 Uhr Regierung verteidigt Atom-Entscheidung

Einzelheiten

Die Bundesregierung hat die Entscheidung über längere Atom-Laufzeiten verteidigt. Nach Bundeskanzlerin Merkel hat auch Umweltminister Röttgen vor allem die Kritik der Städte und Gemeinden zurückgewiesen. Die Einzelheiten:

Dass es Kritik von der Opposition und Umweltschützern an längeren AKW-Laufzeiten hageln würde, war klar. Doch inzwischen werden auch zahlreiche andere Stimmen laut. Die Kommunen sehen sich durch die Entscheidung der Regierung massiv benachteiligt. Sie haben in Erneuerbare Energien investiert und moderne Anlagen gebaut. Sie fürchten nun, dass sie ihren Öko-Strom nicht mehr verkaufen können.
Umweltminister Röttgen wies das zurück und sieht die Stadtwerke gut aufgestellt. Kanzerlin Merkel hatte gestern Gespräche mit den Kommunen versprochen.
Auch einige Bundesläder fürchten Nachteile. Durch die Brennelemente-Steuer gingen ihre Einnahmen aus der Körperschafts- oder Gewerbesteuer der Energiekonzerne zurück.


6:30 Uhr Ölkonzern BP legt Abschlussbericht zur Ölpest vor

Einzelheiten

Vier Monate nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko gibt es heute eine erste Bilanz. Der Öl-Konzern BP stellt in London seinen Abschlussbericht vor. Die Einzelheiten:

Der Bericht dürfte vor allem für die US-Regierung interessant sein. Beobachter erwarten, dass man darin ablesen kann, mit welcher Strategie sich der Ölkonzerns verteidigen will. BP wird unter anderem vorgeworfen, massiv an der Sicherheit gespart zu haben. Zwischenzeitlich war bekannt geworden, dass Warn-Systeme auf der Bohrinsel abgeschaltet gewesen sein sollen. Der BP-Chef hatte im Juni noch vor dem US-Kongress erklärt, dass nicht bei der Sicherheit gespart worden sei. Auf BP kommen durch die Öl-Pest Milliarden-Forderungen zu. Einen Entschädigungsfonds von 20 Milliarden hat der Konzern schon zugesagt.
Neben dem Abschlussbericht von BP wird es noch einen unabhängigen Bericht der US-Regierung geben.


6:00 Uhr BASF wegen Gen-Kartoffeln in der Kritik

Einzelheiten

Die EU-Kommission hat nach einer Panne bei Gen-Kartoffeln heute den Chemiekonzern BASF einbestellt. Es geht um einen Vorfall in Schweden. Die Einzelheiten:

Die EU-Kommission zeigt sich besorgt über die Pannen in Schweden. Dort waren in einem Feld mit der schon genehmigten Gen-Kartoffel Amflora auch andere gentechnisch veränderte Kartoffeln endeckt worden. Diese Sorte ist noch nicht zugelassen und soll anderes als Amflora auch für den Verzehr geeignet sein.
Heute muss sich BASF in Brüssel zu den Vorfällen erklären. Außerdem hat die Panne in Schweden auch Konsequenzen in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern wird die genehmigte Amflora angebaut und darf seit gestern nicht mehr verkauft werden. Der Umweltminister will erst prüfen lassen, ob es auch hier eine Vermischung gegeben hat. Greenpeace hatte den Vorfall in Schweden bekannt gemacht und sieht sich in den Bedenken gegen Gentechnik bestätigt.


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